Der Holzmarkt

Bäume garantieren unser Überleben


Rund ein Drittel der gesamten Landfläche der Erde ist mit Bäumen bedeckt und ohne sie, könnten die Menschen nicht überleben. 

Das wird deutlich, wenn man sich den Lebenskreislauf der Bäume näher betrachtet: Aus Sonne, Wasser und dem Kohlendioxid der Luft erschaffen die Bäume den Sauerstoff, der so lebenswichtig für die Menschheit ist. Rund 130.000 Blätter einer 100 jährigen Eiche versorgen 17 Menschen nachhaltig mit Sauerstoff und helfen ihnen zu überleben. Auf diese Weise entlasten die Wälder die Atmosphäre jährlich um 52 Millionen Tonnen CO2. Bäume sind somit die größten Klimaschützer der Erde. 

 

Der Holzmarkt boomt wie nie zuvor


Die Holznachfrage steigt seit Jahrzehnten analog zur permanent wachsenden Weltbevölkerung an. Der Holzmarkt boomt wie noch nie. Im Durchschnitt verbraucht ein Mensch 1,3 Kilogramm Holzprodukte am Tag, wobei dieser Wert mit wachsendem Wohlstand zunimmt. Egal ob zuhause, bei der Arbeit oder im Restaurant – Holz ist allgegenwärtig. Obwohl Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, kann die Nachfrage bei weitem nicht durch die klassische Forstwirtschaft gedeckt werden. 

Es müssen also alternative Möglichkeiten zur Holzproduktion außerhalb natürlicher Wälder gefunden werden. Dies hat die europäische Politik erst spät erkannt. Seit 2009 ist der Holzanbau auf Agrarflächen immerhin europaweit erlaubt. Ein längst überfälliger Schritt, bedenkt man, wie viel Schaden von unseren natürlichen Wäldern und auch von den Regenwäldern Südamerikas hätte abgewendet werden können. Betrachtet man die Erneuerbarkeit von Holz als Ressource, so wird schnell klar, dass es nicht möglich ist, bei steigender Nachfrage kurzfristige Anpassungen des Angebots vorzunehmen, denn zwischen Anpflanzung und Verfügbarkeit liegt naturgemäß ein ganz erheblicher Zeitabstand. 

Welch eklatantes Missverhältnis hier herrscht, zeigt schon allein die Tatsache, dass die Waldfläche der Erde seit Jahrzehnten zurückgeht – alle 310 Tage um die Fläche Deutschlands. Insgesamt werden jährlich etwa 130.000 km2 abgeholzt, was einer Fläche so groß wie Griechenland entspricht.

Die Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) prognostiziert zum Jahr 2050 einen Anstieg des chinesischen Holzbedarfs um 50%. Nach Aussage des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes (HWWI) wird sich die Nachfrage nach unbearbeiteten Stämmen (Rundholz) bis zum Jahr 2030 verdoppeln. 

Große institutionelle Anleger, darunter milliardenschwere Stiftungsfonds der Eliteuniversitäten Harvard und Yale oder etwa der Hochadel, investieren daher bereits seit Generationen in die Holzwirtschaft. Betrachtet man die privaten Anleger, so hängt Deutschland im Europa-Vergleich ziemlich hinterher. Während in den Niederlanden 40 Prozent der Privatkunden ihr Geld nachhaltig anlegen, ist es in Deutschland nur ein Prozent. 

Nimmt man all diese Informationen zusammen und berücksichtigt zudem, dass wachsender Wohlstand in den aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften, vor allem natürlich in China, zu einem Anstieg des Pro-Kopf-Holzverbrauchs führen wird, bietet sich eine wirklich positive Aussicht auf den weltweiten Zukunftsmarkt Holz.

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